Room28 – eine Veranstaltung zum Schicksal jüdischer Kinder im Ghetto Theresienstadt
Die Stiftung gegen Extremismus und Gewalt in Heide und Umgebung lädt zu einer Filmvorführung mit Lesung ein, die auf dem Theresienstädter Tagebuch der Holocaustüberlebenden Helga Pollak basiert. In ihren Aufzeichnungen hielt das jüdische Mädchen eindringlich Erfahrungen und Erlebnisse aus der Zeit ihrer Verfolgung fest. Es handelt sich um ein außergewöhnlich bedeutendes Zeitdokument, das dem Tagebuch der Anne Frank in seiner Aussagekraft ebenbürtig ist.
Herausgegeben wurde das Tagebuch von der Autorin und Editorin Hannelore Brenner-Wonschick, die zudem das Skript für die Lesung erarbeitet hat. Diese wird seit vielen Jahren in Deutschland und international aufgeführt. Umso mehr freuen wir uns, sie nun auch im Jüdischen Museum Rendsburg präsentieren zu können.
Begleitend entstand im Rahmen eines interdisziplinären Unterrichtsprojekts eine Filmdokumentation, die sowohl die Lesung als auch eine Projektfahrt nach Theresienstadt und Prag dokumentiert. Ziel dieser Reise war es, Jugendlichen die historischen Orte jüdischen Lebens – und jüdischen Sterbens – unmittelbar erfahrbar zu machen.
Im Anschluss an die Vorführung möchten wir mit dem Publikum darüber ins Gespräch kommen, welchen Stellenwert die intensive Auseinandersetzung junger Menschen mit diesen Themen angesichts aktueller Herausforderungen für unsere Demokratie hat. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender rechtsextremer Tendenzen unter Jugendlichen gilt es, etablierte Ansätze der historisch-politischen Bildung kritisch zu überprüfen und weiterzuentwickeln.